Das Apache Modul “mod_speling” soll, wie der absichtlich falsch geschriebene Name vielleicht bereits vermuten lässt, “Vertipper” bei der Eingabe einer URL automatisch korrigieren.
Das Modul korriert jeweils nur einen Fehler, entweder berichtigt es die Reihenfolge zweier, versehentlich vertauschter Buchstaben, oder berichtigt maximal einen falschen Buchstaben in der URL.
Wenn ein Fehler erfolgreich korrigiert werden konnte, dann leitet mod_speling den User von diesem unbemerkt auf die richtige Seite. Wenn jedoch mehrere Möglichkeiten zur Berichtigung gegeben sind, dann wird dem User eine Liste mit möglichen URLs angezeigt.
Und genau hier liegt das Problem, unter Umständen werden hierbei URLs angezeigt, die man gar nicht so gern veröffentlicht sehen will, wie zum Beispiel bestimmte Verzeichnisse, in die der User gar nich wechseln können soll.
Natürlich sollte man solche Ordner und Dateien erst gar nicht im öffentlichen Bereich des Webservers ablegen, aber manchmal lässt sich das vielleicht nicht vermeiden.
Angreifer können nun versuchen durch bewussetes Ausprobieren den Webserver dazu zu bringen solche Link-Listen zu generieren und anzuzeigen.
Daher sollte man aus sicherheitstechnischer Sicht auf den Einsatz von mod_speling verzichten. Wer keinen Einfluss auf die geladenen Module des Apache-Webservers hat, der kann mit der Zeile
CheckSpelling off
in der .htaccess das Ausführen des Moduls für das jeweilige Verzeichnis unterbinden.
